Wie soll ich das Alles bezahlen?

Dein Auslandsaufenthalt hat keinen Einfluss auf Dein hiesiges Ausbildungsverhältnis. Laut dem BBiG erhälst Du daher auch von Deinem Ausbildungsbetrieb die Ausbildungsvergütung weiter bezahlt.

Damit Dein Praktikum nicht an Kosten wie Unterkunft und Anreise scheitert, stehen dir verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, die Dir bei dieser Investition in Deine Zukunft helfen. Wir haben im Folgenden eine Liste mit Links und ersten Informationen zusammen gestellt:

Berufsorientierende Praktika mit Unterstützung durch das deutsch-französische Jugendwerk.

Du bist nicht älter als  30 Jahre und in der beruflichen Ausbildung oder hast diese gerade abgeschlossen – dann kannst du ein Praktikum von 4 bis längstens 12 Wochen in einem französischen Betrieb machen. Deinen Praktikumsplatz suchst du selbst. Es werden Fahrt, Unterkunft und Verpflegung bezuschusst. Es besteht die Möglichkeit, vorher einen Sprachkurs zu absolvieren. Den Antrag auf finanzielle Förderung stellt dein Berufskolleg oder nach der Ausbildung du selbst beim  DFJW. 
Weitere Informationen: www.dfjw.org

Austausch in der beruflichen Bildung gefördert durch das Deutsch-französische Sekretariat

Auszubildende, Berufsfachschüler und Fachschüler können einen Teil ihrer Ausbildung in Frankreich absolvieren. Der Aufenthalt dauert mindestens drei Wochen und wird nur für Gruppen organisiert. Die Gruppen werden durch einen Lehrer oder Ausbilder sowie Sprachbegleiter betreut. Hier kannst du dich nicht selbst bewerben, sondern musst deine Ausbildungseinrichtungen nach einem Austausch fragen.
Weitere Informationen: www.dfs-sfa.org

Berufliches Lernen durch Mobilitätsprojekte Leonardo da Vinci

Auszubildende und Berufsschüler, die sich in einer anerkannten Berufsausbildung befinden können ab mindestens drei Wochen bis zu neun Monaten ihrer Berufsausbildung in Frankreich absolvieren. Organisiert wird der Aufenthalt von deiner Schule oder deinem Ausbildungsbetrieb. Erkundige dich dort. Interessierte Einzelpersonen können sich aber auch bei anderen Organisationen bewerben, die Leonardo da Vinci- Frankreichaufenthalte
organisieren. Weitere Informationen: www.na-bibb.de

Weitere Fördermöglichkeiten

Aber auch die Kammer- und Fachverbandsorganisationen bieten oft Austausche für Auszubildende an. Es lohnt sich, bei der jeweiligen Kammer oder Fachverband nachzufragen. Eine Liste der Kammern und Fachverbände gibt es beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), unter IHK-Angebot Ausbildung international sowie beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Arbeiten in Frankreich? Stellenangebote im Nachbarland? Berufserfahrung im Ausland? Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer kann helfen.

Für Fragen zum Thema "Leben und Arbeiten in Europa" gibt es die Auslands-Hotline der Bundesagentur für Arbeit. Die Bundesagentur vermittelt Jobs und Praktika im Ausland, speziell auch in Frankreich. Tel. 0180 52 22 02 3 (12 Cent / Minute Festnetztarif)

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